Veranstaltungen in Südtirol 2018

Richter/LASK

E

Comeback einer „alten“ Veranstaltung

A

15.10.2018  In den Jahren 1987 bis 1993 hat der damalige Schachclub LASK Bozen eine Schnellschach-Serie mit sechs Halbblitzturnieren durchgeführt. FM Carlo Micheli hat diesen Grand-Prix drei Mal gewonnen. Nun hat man in Bozen diese Veranstaltung wiederaufleben lassen.

Federführend für die neue Auflage ist der Schachclub Richter/LASK, der als alte System modifiziert hat. Anstelle von sechs Turnieren im Halbblitzmodus stehen nun 13 Etappen auf dem Programm, abwechselnd werden dabei Hallblitz- oder Blitzpartien gespielt.

Den Auftakt machte ein Blitzturnier über neun Runden. Den Sieg trug der haushohe Favorit FM Carlo Micheli davon. Er errang acht Siege. Fritz Prosser wurde Zweiter. Er konnte in der sechsten Runde als einziger Spieler Micheli bezwingen, scheiterte beim Griff nach dem Turniersieg aber an Gianni De Vita aund Stefano Paparella, gegen die er anderthalb Punkte verlor.

Mit dem Sieg hat Micheli auch die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Er führt mit zwölf Punkten vor Prosser (8), Kowalczyk (5), Guano (3), Paparella (2) und De Vita (1).

Die Nächste Runde wird am 26. Oktober um 20 Uhr im Klublokal im Pfarrhof Bozen gespielt.

 

Schnellschach-GP 2018/19 des SC Richter/Lask

1. Runde am 12. Oktober 2018

 

Blitzturnier, Endstand nach 9 Runden:

Rg.

Name

Elo

FED

Pkte

1

Micheli Carlo

2212

ITA

8,0

2

Prosser Fritz

1998

ITA

7,5

3

Kowalczyk Martin

1738

ITA

6,5

4

Guano  Giuseppe

1701

ITA

6,0

5

Paparella Stefano

1765

ITA

5,5

6

De Vita Gianni

1998

ITA

5,0

7

Casadio Niccolò

1814

ITA

5,0

8

Paparella Nicole Samanta

1772

ITA

5,0

9

Gibitz Othmar

1663

ITA

4,5

10

Erschbamer Moritz

1560

ITA

3,0

11

Anrather Eva

0

ITA

3,0

12

Hofer Werner

1565

ITA

2,0

13

Daprà Theo

1619

ITA

2,0

Meran

E

Karpov-Ersatz gibt zwei Remis ab

A

20.09.2018  Da war die Freude sicher unbeschreiblich groß, als einige jugendliche Spieler die Möglichkeit erhielten, im Rahmen eines Simultanspiels eine Partie gegen die russische Schachlegende Anatoli Karpov zu spielen. Doch hätte hätte Fahrradkette: Er musste kurzfristig absagen...

Eine russische Delegation weilt in diesen Tagen in der Passerstadt, wo Anatoly Karpov 1981 seinen WM-Titel gegen Viktor Kortschnoi verteidigte. Karpov hätte dabei ein Teil dieser Delegation sein sollen. Es war zudem geplant, dass er am Mittwoch gegen 20 Südtiroler Nachwuchsspieler eine Simultanrunde geben sollte. Doch am Dienstagabend trudelte in Meran die Nachricht ein, dass Karpov erkrankt sei und deshalb nicht nach Meran kommen könne.

Die Russen sorgten aber vor und nahmen an Stelle von Karpov den jugen Großmeister Vasily Papin mit. Der 30-jährige dürfte hierzuland nur wenigen bekannt sein. Er ist seit sieben Jahren Großmeister und bestritt unter anderem die Mannschaftsmeisterschaft der Deutschen Bundesliga für Hockenheim. Bei der kommenden Schacholympiade ist er Kapitän der Nationalmannschaft Namibias. Zweifellos ist der sehr aktive russische Großmeister aus Moskau mit einer aktuellen Elozahl von 2483 Punkten ein starker Spieler mit einigen schönen Erfolgen, aber nicht unbedingt eine Marke wie es eben Karpov ist. Entsprechend dürfte bei den jungen Spielern die Enttäuschung über die verpasste Gelegenheit gewesen sein.

Das Simultanspiel ging im Meraner Kurhaus über die Bühne, wo 1924 die Meraner Variante ihre Geburtsstunde erlebte. Papin gab gegen die 20-köpfige Gegenerschaft zwei Punktteilungen ab: gegen Michael Seebacher und gegen Niccolò Casadio. Papin stellte sich anschließend einer Analyse zur Verfügung. Seiner Meinung nach gehörten Casadio und Seebacher zu den besten Spieler dieser Runde, wobei er mit dem selben Atemzug auch Jakob Klotzner und Alessio Borgese erwähnte. Eine schöne Partie spielte Quentin Haller, der mit einem beherzten Angriff den Großmeister in Bedrängnis brachte. Nach drei Stunden hieß es aber 19:1 für den Meister.

Nicht bekannt ist, ob Karpov den geplanten Besuch in Meran nachholen wird.

 

Hier noch ein Foto mit GM Vasily Papin (7. von links) und Claudio Tomisich mit einigen Akteuren:

 

Klausen

E

Eine lange Durststrecke ist zu Ende

A

27.08.2018 Er hat es wieder einmal geschafft: 29 Jahre nach seinem letzten Sieg hat der internationale Meister Milan Mrdja aus Zagreb die 42. Ausgabe des internationalen Klausener Halbblitzturniers gewonnen. Der Kroate blieb im Finale als einziger Spieler ungeschlagen und setzte sich nach neun Runden vor Lokalmatador FM Gerd Schacher und IM Klaus Klundt durch.

76 Spieler aus Italien, Deutschland, Österreich, Kroatien und der Schweiz haben die Einladung zur Teilnahme am traditionellen Wochenendturnier in der Dürerstadt angenommen. Diese erwartet in Klausen ein nicht alltäglicher Austragungsmodus. Zunächst werden die Teilnehmer in Zehner-Gruppen eingeteilt, die ein Rundenturnier spielen. Die besten drei Spieler qualifizieren sich für das A-Finale, die nächsten drei spielen das B-Finale, der Rest kommt in die C-Gruppe

In der Qualifikation am ersten Turniertag sind in den vergangenen Jahren schon viele starke Spieler gescheitert. Auch wenn sich in den meisten Gruppen die Favoriten durchsetzen konnten, gab es bei dieser Veranstaltung wieder einige unerwartete Ergebnisse. Aus Südtiroler Sicht geriet die Gruppe fünf in den Fokus des Interesses. Dort scheiterte Martin Pichler vom SK Raika Steinegg an seinem Vereinskollegen Alexander Engl. Stefan Engl konnte sich die A-Qualifikation als Gruppendritter sichern, da er die direkte Begegnung mit Joachim Denner für sich entschied. Auch das ist eine besondere Regelung dieses Turniers, und die sorgte in der ersten Gruppe für einige Turbulenzen. In dieser spielte IM Mrdja in der letzten Runde gegen Maria Rosskopf. Da er als Gruppensieger bereits feststand, offerierte er seiner Gegnerin die Punktteilung, was die natürlich nicht ablehnte.  Nun hatten aber drei Spieler dieselbe Punktzahl. Weil sie in den direkten Vergleichen das besssere Ergebnis erzielte, konnte sich die Deutsche als erste Spielerin überhaupt für das A-Finale qualifizieren.

 

Am Sonntag folgte das Finale. Dieses bestritten 24 Spieler, darunter erfreulicherweise zehn Südtiroler. IM Milan Mrdja feierte dabei einen Start-Ziel-Sieg. Er begann mit vier Siegen, teilte dann drei Mal den Punkt um in der achten Runde mit einem weiteren Sieg gegen Atto Billio die Weichen in Richtung Sieg zu stellen. Mit einem halben Zähler Vorsprung auf den Meraner Alexander Teutsch, der ein starkes Turnier spielte und u. a. IM Klaus Klundt bezwang, begnügte sich der Kroate gegen FM Herbert Benda mit einem schnellen Remis, wobei er sich sicher war, notfalls die bessere Buchholzwertung auf seiner Seite zu haben. Die Rechnerei war umsonst, den er bekam Schützenhilfe von FM Gerd Schacher. Er konnte sich mit den schwarzen Steinen gegen Teusch durchsetzen, womit er sich den zweiten Rang sicherte. Rang drei holte IM Klaus Klundt dank besserer Wertung vor Michl Sader und Alexander Teutsch.

Für Milan Mrdja endete damit eine lange Durststrecke. Zum ersten Mal seit 29 Jahren konnte er die Dürerstadt wieder als Sieger verlassen. Den ersten Turniersieg feierte er hier schon im Jahre 1983.

Im B-Finale lieferten sich Martin Pichler und Carlo Solinas einen spannenden Kampf  um den Sieg, am Ende konnte sich der Steinegger mit der besseren Wertung durchsetzen. Einen weiteren Südtiroler Erfolg gab es im C-Finale. Dort setzte sich Ernst Schrott durch. Auch hier hatte der Klausener die bessere Buchholzwertung.

 

42. internationales Klausener Halbblitzturnier 2018

vom 25. bis 26. August 2018 in Klausen

 

Endstand Finale A:

Rg.

 

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

EloØ

1

IM

Mrdja Milan

2367

CRO

7,0

44,0

48,0

2199

2

FM

Schacher Gerd

2321

ITA

6,5

45,0

49,5

2184

3

IM

Klundt Klaus

2307

GER

6,0

44,5

49,0

2155

4

 

Sader Michael

2216

ITA

6,0

44,5

49,0

2147

5

 

Teutsch Alexander

2148

ITA

6,0

43,5

47,0

2143

6

FM

Micheli Carlo

2211

ITA

5,5

40,0

43,0

2125

7

 

Laske Erich

2064

AUT

5,0

43,0

47,0

2152

8

 

Casciello Dimitri

2008

ITA

5,0

40,0

44,0

2141

9

FM

Benda Herbert

2284

AUT

5,0

40,0

41,0

2058

10

 

Seebacher Michael

2081

ITA

5,0

34,5

35,5

2071

11

 

Moroder Stefan

2158

ITA

4,5

42,5

45,5

2153

12

 

Billio Atto

2074

ITA

4,5

42,0

43,0

2088

13

 

Engl Stefan

2038

ITA

4,5

38,5

39,5

2125

14

 

Jedinger Andreas

2108

AUT

4,5

38,5

39,5

2073

15

 

Langwieser Alexander

2095

SUI

4,5

38,5

39,5

2042

16

 

Fischer Hans

2244

GER

4,5

35,5

38,0

2099

17

 

Engl Alexander

1772

ITA

4,5

35,0

36,0

2074

18

 

Natter Markus

1971

AUT

4,5

33,0

34,0

2038

19

 

Feichtner Thomas

2136

AUT

4,0

42,0

43,0

2064

20

 

Troidl Thomas

1946

GER

3,5

31,0

32,0

1986

21

 

Gampersberger Herbert

1956

AUT

3,0

31,0

32,0

2020

22

 

Heumann Joern

2130

GER

2,5

30,5

31,5

1940

23

 

Rosskopf Maria

1658

GER

1,0

32,0

33,0

2010

24

 

Dejori David

1790

ITA

1,0

31,5

32,5

1994

 

Endstand Finale B:

Rg.

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

1

Pichler Martin

2109

ITA

7,5

43,5

47,0

2

Solinas Carlo

1935

ITA

7,5

42,0

45,5

3

Gebhard Eduard

1877

GER

6,0

43,0

45,5

4

Reiners Michael

1750

GER

6,0

41,5

45,0

5

Bettera Roberto

1945

ITA

5,5

43,5

47,5

6

Herold Gunther

1943

GER

5,5

43,5

47,0

7

Keferboeck Jewgeni

1810

AUT

5,0

34,5

36,5

8

Gallmeier Eike

1885

GER

4,5

44,5

47,0

9

Suess Werner

2058

AUT

4,5

43,5

45,5

10

Lantschner Carmen

1703

ITA

4,5

43,0

45,5

11

Sigmund Ingenuin

1701

ITA

4,5

38,5

41,0

12

Martin Rudolf

1770

GER

4,5

37,0

39,5

13

Bodner Alfred

1796

AUT

4,5

34,0

36,5

14

Simoli Gianpietro

0

ITA

4,0

39,0

41,5

15

De Bianchi Asia

1221

ITA

4,0

27,5

29,5

16

Herold Elias

1600

GER

3,5

38,5

40,5

17

Holzapfel Georg

1700

GER

3,5

35,5

37,5

18

Thurner Michael

1839

AUT

3,5

31,5

34,0

19

Florian Andreas

1544

ITA

3,0

28,5

30,5

20

Kapferer Romed

2086

AUT

2,5

36,5

38,5

21

Reiners Andrea

1600

GER

2,5

32,5

34,5

22

Sotter-Klundt Gerlinde

1704

GER

2,5

29,5

30,5

 

 

Endstand Finale C:

Rg.

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

1

Schrott Ernst

1927

ITA

7,0

44,0

47,5

2

Schastok Erwin

1700

GER

7,0

39,5

42,0

3

Sparber Werner

1777

ITA

6,5

44,5

48,0

4

Obermüller Johann

1659

ITA

6,5

42,5

43,0

5

Giorgione Roberto

1506

ITA

6,0

45,5

46,0

6

Natterer Winfried

1767

GER

5,5

45,5

49,5

7

Canel Paolo

1606

ITA

5,5

41,0

43,5

8

Delago Elisabeth

1589

ITA

5,0

43,5

47,5

9

Richter Peter

1650

GER

5,0

36,0

38,5

10

Gruber Alwin

1306

GER

5,0

32,0

32,5

11

Gufler Ivan

0

ITA

4,5

45,5

49,5

12

Schmiderer Erwin

1598

GER

4,5

39,0

41,5

13

Rosskopf Erich

1683

GER

4,5

38,0

41,5

14

Reinhard Peter

1178

GER

4,5

32,0

32,5

15

Sartore Pascal

1324

ITA

4,0

38,0

41,5

16

Giacomazzi Anna

1311

ITA

4,0

38,0

40,5

17

Hulinskyy Viktor

1154

ITA

4,0

37,5

41,0

18

Herold Florian

1400

ITA

4,0

36,5

39,0

19

Rabensteiner Christian

1448

ITA

4,0

33,5

34,0

20

Senn Stefan

0

ITA

4,0

30,0

30,5

21

Profanter Jörg

1216

ITA

3,0

33,5

34,0

22

Giacomazzi Andrea

1031

ITA

3,0

32,0

32,5

23

Hulinskyy Alexandra

0

ITA

1,0

34,5

37,0

 

Alle Details auf Chess-Result

Grödner Schachfestival

E

Noch ein Eintrag für die Rekordbücher

A

25.06.2018 Die Ereignisse im Open A beim Grödner Schachfestival haben den Endstand des B-Turniers doch etwas ins Abseits rücken lassen. Dabei endete dieses mit einer faustdicken Überraschung und dem Sieg von Niccolò Casadio.

Im B-Turnier, zu welchem Spieler mit weniger als 2.000 Punkte zugelassen waren, spielten 81 Teilnehmer aus zehn Nationen mit. Ein Viertel davon waren Südtiroler.

Zu Beginn der ersten Runden hatte sicher niemand mit dem jungen Nachwuchsspieler Niccolò Casadio, der am 9. Juli zwölf Jahre alt wird, gerechnet. Das änderte sich bald, als man merkte, dass sich der Junge, die Nummer 34 der Setzliste, stets in den vorderen Tabellenrängen aufhielt und stärker bewertete Gegner in Schach hielt. In der Schlussrunde lieferte er sich ein Fernduell um den Turniersieg mit Paolo Litrico aus Venedig, die nach acht Runden punktgleich das Teilnehmerfeld anführten. Gegen ihn hatte Niccolò tags zuvor remis gespielt. Beide konnten die Partie der neunten Runde gewinnen und warteten gespannt auf den Endstand: Dieser sah Niccolò als Wertungssieger, die Sensation war perfekt! Einen jüngeren Sieger bei einem offenen Turnier hat es in Südtirol wahrscheinlich noch nie gegeben.

 

4. internationales Festival „ad Gredine“ 2018

vom 16. bis 24. Juni 2018 in St. Ulrich

 

Endstand Open B nach neun Runden:

Rg.

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

1

Casadio Niccolo`

1702

ITA

7,5

48,5

53,0

2

Litrico Paolo

1861

ITA

7,5

47,0

51,0

3

Di Lascio Savino

1891

ITA

7,0

42,5

46,0

4

Schaberg Wolfgang

1841

ITA

6,5

47,5

52,0

5

Siddhanth Lohia

1681

IND

6,5

43,5

47,0

6

Voet Dirk

1908

BEL

6,0

45,5

49,5

7

Bossoni Mario

1949

ITA

6,0

45,0

49,0

8

Plug Arjan

1837

NED

6,0

44,0

47,0

9

Buglisi Massimo

1883

ITA

6,0

43,5

47,5

10

Benedetti Alex

1486

ITA

6,0

43,0

47,0

 

weiters:

 

 

 

 

 

16

De Bettin Sergio

1736

ITA

5,5

44,5

48,0

23

Thaler Elmar

1705

ITA

5,5

36,0

38,0

29

Zuev Mikhail

1600

ITA

5,0

40,0

43,0

37

Mellauner Hartwig

1923

ITA

4,5

43,0

47,0

43

Knottner Klaus

1792

ITA

4,0

44,5

48,0

45

Sigmund Ingenuin

1721

ITA

4,0

38,5

40,5

46

Delago Elisabeth

1537

ITA

4,0

38,0

42,0

48

Florian Andreas

1535

ITA

4,0

37,5

40,0

50

De Polzer Manfredi

1568

ITA

4,0

37,0

39,5

54

Grossrubatscher Johann

1612

ITA

4,0

33,5

36,5

55

Klotzner Matthias

1220

ITA

4,0

33,5

35,5

61

Comploi Marcel

1368

ITA

3,5

33,5

36,0

63

Klotzner Jakob

1380

ITA

3,5

31,0

34,0

64

Saxl Alexander

1493

ITA

3,5

28,0

29,5

69

Moroder Richard

1508

ITA

3,0

34,0

36,5

71

Kofler Albin

1564

ITA

3,0

32,5

34,5

74

Demetz Josef

1346

ITA

3,0

29,0

30,5

77

Demetz Ernst

1281

ITA

2,5

27,5

29,0

78

Piazza Alex

1440

ITA

2,5

24,0

25,5

79

Perathoner Manuel

1377

ITA

2,0

32,5

34,5

 

81 Spieler

 

 

 

 

 

Grödner Schachfestival

E

Ein Turnier, das weltweit Schlagzeilen macht

A

25.06.2018   GM Ivan Saric aus Kroatien, der amtierende Europameister, hat verdient das 4. internationale Festival gewonnen. Nach neun Runden brachte er 7,5 Punkte ins Ziel, gleich viele wie der 12-jährige IM Praggnanandhaa, dessen Sieg in der achten Runde rund um den Globus für Aufsehen sorgte, bedeutete es doch die dritte und letzte GM-Norm. 

Wenn ein Turnier Schlagzeilen macht, dann muss etwas Besonderes vorgekommen sein. Das war in Gröden durchaus der Fall. Die Augen der Schachwelt und vor allem die der internationalen Schachpresse richteten sich am Samstagabend auf Praggnanandhaa. Er hatte gerade den italienischen Meister Luca Moroni zur Aufgabe gezwungen, als die Meldung verbreitete, dass der junge Inder eine GM-Norm erzielt haben könnte. Am späten Abend sorgte Hauptschiedsrichter Gerhard Bertagnolli für Gewissheit: Im Alter von zwölf Monaten, zehn Jahren und 13 Tagen geht Praggnanandhaa als zweitjüngster Großmeister in die Geschichte ein, und damit untrennbar verbunden der Name des Turniers: 4. internationales Schachfestival „ad Gredine“!

Praggnanandhaa hat die beiden anderen Normen bei einem Turnier in Heraklion (Griechenland) im April dieses Jahres und im November 2017 bei der Jugend-WM in Tarvisio geschafft. Jünger als Praggnanandhaa war Sergej Karjakin.

Der Organisator, der Schachlcub Gröden mit Ruben Bernardi an der Spitze, hat es geschafft, eine Reihe von interessanten Spielern ins Grödnertal zu holen. Mit 162 Spielern aus 23 Nationen konnte das Turnier einen neuen Teilnehmerrekord verzeichnen. Unter den 81 Spielern des A-Opens befanden sich elf GM, eine WGM, sieben IM, zwei WIM, 14 FM und zwei WFM.

Gekommen waren auch die Nummer eins der italienischen Rangliste, Daniele Vocaturo, und der amtierende Italienmeister Luca Moroni. Dass Ivan Saric als Europameister nach Gröden kommt, war nicht geplant. Der Kroate, der 2014 bei der Schacholypmpiade in Tromso Weltmeister Carlsen bezwang, hatte seine Zusage gegeben, bevor er in Batumi das Euro-Championat gewann.

Neben Praggnanandhaa machte auch seine Schwester Rameshbabu Vaishaili, zweifache Jugend-Weltmeisterin, von sich reden. Sie erfüllte die Voraussetzung zum erhalt einer GM-Norm der Frauen. Ein Sieg gegen GM Jaime Santos Latasa in der letzten Runde hätte zur männlichen IM-Norm geführt. Aber es hat halt nicht sollen sein.

Um eine solche kämpfte auch der italienische FM Sonis, der in der letzten Runde an Saric scheiterte, und der 14-jährige Nikhil Kumar, ein FIDE-Meister aus den USA, der vor zwei Jahren U12-Weltmeister war. Damals übrigens vor Praggnanandhaa…

Im Bild oben: GM Konstantin Tarlev, GM Ivan Saric, IM Rameshbabu Praggnanandhaa und Ruben Bernardi.

 

4. internationales Festival „ad Gredine“ 2018

vom 16. bis 24. Juni 2018 in St. Ulrich

 

Endstand Open A nach neun Runden:

Rg.

 

Name

Elo

FED

Pkte

BH

BH

1

GM

Saric Ivan

2685

CRO

7,5

48,5

52,5

2

IM

Praggnanandhaa R

2529

IND

7,5

47,5

51,0

3

GM

Tarlev Konstantin

2552

UKR

7,0

46,0

49,0

4

GM

Santos Latasa Jaime

2567

ESP

6,5

49,5

53,5

5

GM

Vocaturo Daniele

2608

ITA

6,5

46,0

48,5

6

IM

Sarkar Justin

2297

USA

6,5

38,5

41,5

7

GM

Pruijssers Roeland

2514

NED

6,0

48,5

53,5

8

IM

Gholami Aryan

2490

IRI

6,0

47,0

51,0

9

GM

Kveinys Aloyzas

2519

LTU

6,0

46,0

50,5

10

IM

Sonis Francesco

2448

ITA

6,0

45,5

49,5

11

IM

Borgo Giulio

2397

ITA

6,0

41,5

45,5

12

IM

Tan Justin

2484

AUS

6,0

40,5

44,5

13

GM

Kindermann Stefan

2506

AUT

5,5

46,5

50,5

14

GM

Moroni Luca Jr

2549

ITA

5,5

46,0

50,0

15

WIM

Vaishali R

2310

IND

5,5

43,5

46,5

 

 

weiters:

 

 

 

 

 

30

 

Moroder Stefan

2183

ITA

5,0

37,0

40,0

39

 

Bernardi Ruben

2143

ITA

4,5

36,0

38,5

46

IM

Bertagnolli Alexander

2398

ITA

4,0

38,5

41,0

60

 

Voltolini Giuseppe

2150

ITA

3,5

41,0

44,0

66

 

De Vita Gianni

2036

ITA

3,0

37,5

41,0

78

 

Niederstaetter Harald

1996

ITA

2,5

27,5

29,0

 

 

  Überetscher Meisterschaft

E

Gerhard Bertagnolli, ein Hunderprozentiger

A

05.06.2018  Gerhard Bertagnolli hat sich talein, talaus einen Namen als Schiedsrichter gemacht. Sicher deshalb, weil er die Einhaltung der Regeln mit strengen und genauen Augen überwacht. Dass er auch am Schachbrett eine scharfe Klinge führen kann, haben die Teilnehmer der jüngst zu Ende gegangenen Überetscher Meisterschaft zu spüren bekommen.

Dieses Turnier bestritten 13 Teilnehmer der Vereine Kaltern, Tramin und Eppan. In einem Rundenturnier mit 60 Minuten plus 30 Sekunden Zuschlag pro Zug ermittelten sie den Turniersieger. Dieser hieß nach 13 Runden Gerhard Bertagnolli, der den Gegnern nicht den Funken einer Chance ließ. Mit zwölf Punkten stand er nach ebensovielen Partien mit blütenweißer Weste an der Spitze des Feldes. Zwei Punkte betrug der Rückstand des Tabellenzweiten, Alex Unterkofler. Zusammen mit Erich Leimgruber, der Rang drei holte, sicherten sich die Mitglieder der SG Kaltern/Tramin einen Dreifacherfolg.

Bester Spieler der Eppaner war David Spitaler als Vierter.

 

Überetscher Meisterschaft 2017/18

vom 9. November 2017 bis 31. Mai 2018

 

Endstand nach 13 Runden:

Rg.

Name

Elo

Verein

Pkte

Res.

SB

Sieg

1

Bertagnolli Gerhard

1868

Kaltern/Tramin

12,0

0,0

68,50

12

2

Unterkofler Alex

1680

Kaltern/Tramin

10,0

0,0

50,50

10

3

Leimgruber Erich

1631

Kaltern/Tramin

9,0

0,0

53,00

9

4

Spitaler David

1550

Eppan

8,5

0,0

42,25

8

5

Stadler Helmut

1636

Kaltern/Tramin

7,5

0,0

31,75

6

6

De Polzer Manfredi

1477

Eppan

7,0

0,0

28,00

7

7

Piger Martin

1282

Kaltern/Tramin

6,5

0,0

28,00

6

8

Egger Jakob

0

o. V.

5,0

0,0

17,00

4

9

Misterka Helmut

1319

Eppan

4,0

1,0

15,00

2

10

Kainrath Rainer

1296

Eppan

4,0

0,0

10,50

4

11

Giuliani Ferdinando

1202

Eppan

3,0

0,0

8,25

2

12

Morandell Martin

1177

Kaltern/Tramin

1,5

0,0

3,50

1

13

De Pascale Renzo

1108

Eppan

0,0

0,0

0,00

0

 

 

 

 

  Arci Scacchi

E

Wie im Lotto: „Alles ist möglich!“

A

29.05.2018 Zum dritten Mal hat der ASD Arci Scacchi das Turnier „I grande maestri“ ausgerichtet. Am diesjährigen Sieg des haushohen Favoriten Alberto Perino gab es nichts zu rütteln, aber die Ränge zwei und drei besetzten Spieler, die auf dem Siegerpodest nicht wirklich erwartet wurden.

Barbara Balzan vom Organisationsteam hatte schon recht mit ihrer Aussage, dass bei diesem Turnier „alles möglich“ sei. So war es auch bei dieser kleinen, aber feinen Veranstaltung, an der sich 18 Spieler beteiligten. Nach fünf Runden hatte die Nummer eins der Setzliste, Alberto Perino, seinen Anspruch auf den Turniersieg gerechtfertigt und zierte mit voller Punktzahl und einem Punkt Vorsprung die Ranglistenspitze. In der letzten Runde musste er sich trotz des Anzugsvorteils der weißen Steinen völlig überraschend der Nummer 13, Tomas Petruccello, geschlagen geben. Der 20-jährige war nun sogar Anwärter auf den zweiten Rang, aber diesen schnappte sich Davide Casisa, der mit einem Sieg gegen Matthias Feichter zumindest noch Co-Sieger hätte werden können, ja vielleicht sogar Sieger, wenn einige Partieausgänge anders gelaufen wären. Casisa, als Nummer neun gesetzt, remisierte jedoch und sicherte sich immerhin den zweiten Rang.

 

ASD Arci Scacchi: 3° torneo „I randi maestri“ 2018

vom 13. April bis 18. Mai 2018

 

Endstand nach sechs Runden:

Rg.

Name

Elo

Verein

Pkte

BH

BH

EloØ

1

Perino Alberto

1833

Arci

5,0

19,0

21,5

1428

2

Casisa Davide

1410

Richter/Lask

4,5

18,0

20,5

1555

3

Petruccello Tomas

1240

Arci

4,5

17,0

19,5

1563

4

Benvenuto Alexander

1692

Arci

4,0

18,0

20,0

1439

5

Borgese Alessio

1424

Arci

4,0

15,0

16,0

1430

6

Feichter Matthias

1523

Arci

3,5

17,5

18,5

1362

7

Danti Alessandro

1450

Arci

3,0

17,5

19,5

1375

8

Rizzardi Roberto

1578

Arci

3,0

17,5

19,5

1359

9

Agnoli Tiziano

1414

Richter/Lask

3,0

17,0

19,0

1396

10

Gasparro Antonio

1439

Arci

3,0

14,5

16,5

1303

11

Gaudenzi Federico

0

 

3,0

14,5

15,5

1292

12

Zendehdel J.K. M.Reza

1262

Arci

2,5

15,5

16,5

1381

13

Balzan Barbara

1133

Arci

2,5

12,5

13,5

1295

14

Egger Jakob

0

 

2,0

17,5

20,5

1512

15

Arato Francesco

1279

Arci

2,0

14,5

15,5

1406

16

Di Nuzzi Lucio

1168

Arci

1,5

15,0

16,0

1324

17

Herrenhofer Daniel

1157

Arci

1,0

16,0

18,0

1358

18

Lorenzi Andrea

1313

Arci

1,0

14,5

16,5

1276

 

 

 

Kaltern

E

Spornberger-Brüder verpassen einen Doppelsieg

A

03.04.2018 Der Grieser FM Max Spornberger hat dank einer überzeugenden Leistung hochverdient das 33. Kalterer Osterturnier gewonnen. Er gewann mit acht Punkten vor dem heranstürmenden IM Alexander Bertagnolli, der in der letzten Runde eine nicht unbedeutende Rolle beim Turnierausgang spielte, indem er den Spornberger-Brüder einen Doppelsieg vermasselte.

Organisator Gerhard Bertagnolli kann zufrieden die Hände warmreiben. Mit 95 Teilnehmern, darunter zwei IM und fünf FM, wurde die Beteiligung des Vorjahres deutlich übertroffen. Die Setzliste führte IM Alexander Bertagnolli als turmhoher Favorit an.

Den besten Start hatte zunächst FM Andre Spornberger, der als einziger Spieler die ersten sechs Runden als Sieger beendete. Dabei hatte er unter anderem FM Valerio Luciani, FM Siegfried Neuschmied und Stephan Moroder bezwungen. Eine Runde später kam es an der Spitze zum Zusammenschluss, nachdem Andre Spornberger gegen Michael Seebacher remisierte und Max Spornberger FM Carlo Micheli das Nachsehen gab. Die Spornbergers führten nun gemeinsam mit 6,5 Punkten vor Seebacher (6), gefolgt von fünf weiteren Spielern mit 5,5 Punkten, darunter Alexander Bertagnolli, der nach einem Remis gegen Markus Thurner in der zweiten und einer Niederlage gegen Seebacher in der vierten Runde frühzeitig einen Rückstand hatte und nun eine Aufholjagd einleitete.

Dann waren die Spornbergers am ersten Brett unter sich. Sie trennten sich remis. Damit verteidigten die beiden ihre Führung, da auch das Spiel am Nebenbrett zwischen Moroder und Seebacher mit der Punktteilung endete. Auf den nächsten Brettern setzte Bertagnolli seinen Siegeszug weiter. Er schlug Marco Vincenzi aus Modena. Im Kampf um einen Spitzenplatz war jetzt auch der Algunder Christoph Wieser involviert, nach dem er gegen FM Neuschmied die Oberhand behielt.

In der letzten Runde bekam es Wieser mit Max Spornberger zu tun. Der Grieser setzte sich durch und stand nun bei Quote acht. Am ersten Brett kämpfte Andre Spornberger um den Turniersieg, womit ein Doppelsieg für die Spornbergers möglich gewesen wäre. Bertagnolli hatte aber etwas dagegen und sicherte sich den Punkt, was für ihn den alleinigen zweiten Platz und für Max Spornberger den Turniersieg bedeutete. Für Seebacher eröffneten die Ergebnisse auf den vorderen Brettern die Möglichkeit auf den dritten Platz. Dazu hätte er gegen Gabriele Moser gewinnen müssen, er musste sich aber mit der Punktteilung zufrienden geben. Der dritte Rang ging desalb an Andre Spornberger, und der Tag war entschieden.

Rekordsieger Rainer Demetz erzielte sieben Punkte, was nach Wertung den fünften Rang ergab. FM Carlo Micheli vom Landesmeister Deutschnofen musste sich mit Rang neun begnügen, Vorjahressieger IM Josko Mukic kam über Rang zwölf nicht hinaus.

Als bester U16-Spieler ging Andreas Florian von der SG Kaltern/Tramin hervor, beste Spielerin war Camen Lantschner vom SK Steinegg/Raiffeisen.

 

33. Kalterer Osterturnier 2018

am 2. April in Kaltern

 

Endstand nach 9 Runden:

Rg.

Tit.

Name

Elo

Verein

Pkte

BH

1

FM

Spornberger Maximilian

2265

Gries

8,0

47,5

2

IM

Bertagnolli Alexander

2404

Kaltern/Tramin

7,5

48,0

3

FM

Spornberger Andre

2279

Gries

7,0

51,5

4

 

Seebacher Michael

1958

Klausen

7,0

50,5

5

 

Demetz Rainer

2187

Gröden

7,0

44,0

6

 

Moroder Stephan

2160

Richter/Lask

6,5

49,5

7

 

Wieser Christoph

1805

Algund

6,5

48,5

8

 

Vincenzi Marco

2062

Modena

6,5

47,5

9

FM

Micheli Carlo

2235

Deutschnofen

6,5

47,0

10

 

Sader Michael

2111

Brixen/Milland

6,5

45,0

 

 

95 Spieler

 

 

 

 

 

Alle Details auf Chess-Results

 

  13. Bozner Open

E

 Nicholas Paltrineri wird zum „Wiederholungstäter“

A

05.02.2018  Nach drei Tagen und fünf gespielten Runden steht der Sieger der 13. Bozner Open fest: FM Nicholas Paltrinieri setzte sich in der letzten Runde als einziger Spieler der dreiköpfigen Führungsgruppe durch und feierte mit 4,5 Punkten einen Soloerfolg. Es war nach 2013 der zweite Turniersieg in Bozen.

Die Schlacht ist geschlagen, das 13. Bozner Open ist Geschichte. Es brachte dem Veranstalter aber nicht den erhofften und lange für möglich gehaltenen Teilnehmerrekord. Der wurde knapp verpasst. Waren es im Vorjahr 107 Spieler, so gaben sich jetzt 106 Schachfreunde die Klinke in die Hand. Diese kamen aus insgesamt sieben Nationen. Auch das Niveau ist etwas gesunken. Brachten die zehn besten Spieler im Vorjahr einen Durchschnitt von 2.280 Punkten mit in den Turniersaal, so waren es in diesem Jahr 2.231 Punkte. Trotzdem: Der Veranstalter dürfte sich am Ende des Turniers zufrieden die Hände warmreiben.

Das kann auch FM Nicholas Paltrinieri, der nach 2013 zum zweiten Mal dieses Turnier gewann. Er lag vor der Schlußrunde zusammen mit Boris Begelman (Russland) und dem erst 16-jährigen Schachmeister Leonardo Loiacono in Führung. Die Auslosung paarte letzteren gegen Marco Lezzerini. Sie trennten sich remis. Paltrinieri bekam es mit Begelman zu tun. Ein Remis hätte dem Kalterer zum Turniersieg reichen können. Doch wer weiß das schon beim Rundenbeginn. Begelman wählte eine Eröffnung, über die theoretisch wenig bekannt ist. Nach einigen Zügen kam eine sehr unübersichtliche Stellung auf das Brett, die jedes Ergebnis möglich gemacht hätte. Dann überlegte Begelmann an einem Zug 40 Minuten lang und verbrauchte so viel Bedenkzeit. Inzwischen hatte Paltrinieri die Stellung verstanden und fühlte sich wohl. Obwohl ihm noch ein Fehler unterlief, hatte dies keine Folgen, den Begelman war in Zeitnot und konnte keinen Nutzen aus dem Fehler ziehen. Schließlich konnte Paltrinieri die Partie mit einer Kombination und einem Damenopfer beenden. Begelman, dem ein Figurenverlust drohte, konnte nur noch gratulieren: zum Partiesieg und zum Turniergewinn.

Hinter Paltrinieri folgt ein Trio mit je vier Punkten. Nach Wertung erzielte FM Max Spornberger den zweiten Platz vor Leonardo Loiacono. Atto Billio blieb Rang vier. Die Gruppe der Spieler mit 3,5 Punkten wird von FM Andre Spornberger und FM Francesco Seresin angeführt. Nicht auf Touren kam der Sieger des Jahres 2016, FM Carlo Micheli, der über Rang 20 nicht hinauskam.

Als Sieger darf sich auch der Steinegger Martin Pichler sehen, der bei diesem Turnier ohne Frage den Vogel abgeschossen hat. Als Nummer 46 von 47 Spielern gestartet holte er in den ersten drei Runden 2,5 Punkte, am Schlusstag schien er aber sein Pulver verschossen zu haben und kassierte zwei Niederlagen. Der 32-jährige, der hier eine Performance von 2109 Punkten erzielte, kann jetzt mit einer hohen FIDE-Elozahl und dem Titel eines italienischen Meisterkandidaten rechnen. Günther Schgaguler verriet, dass man ihm dieses Ergebnis durchaus zugetraut hat.  „Wir sind nicht unbedingt überascht. Martin hat bei einem internen Turnier gezeigt, dass er mit Stefan Engl und auf diesem Niveau mithalten kann.“

Einen Südtiroler Sieg gab es im B-Open. Dort triumphierte der Meraner Mikhail Zuev mit 4,5 Punkten. Mit Niccolò Casadio und Alexander Benvenuto klassierten sich zwei weitere Südtiroler unter den besten Zehn.

Das zum ersten Mal ausgerichtete C-Open endete mit dem Sieg der Elofavoritin Tanja Donini. Sie gab in der Entscheidung dem Eppaner Francesco Arato das Nachsehen, der sich mit dem zweiten Rang trösten konnte. Stark aufgespielt hat die Grödnerin Christina Perathoner, die nach drei Siegen in Folge Fünfte wurde.

Ergebnisse, Paarungen und Tabellen

 

  13. Bozner Open

E

 Zu dritt geht’s in die finale Runde

A

04.02.2018  Die vierte Runde des Bozner Opens brachte die Spitze zusammen. Mit FM Nicholas Paltrinieri, Leonardo Laiacono und Boris Begelmann spielt ein Trio in der letzten Runde um den Turniersieg. 

4. Runde: Der nach drei Runden alleine führende FM Nicholas Paltrinieri remisiert am ersten Brett mit den weißen Steinen gegen den noch amtierenden Landesmeister FM Andre Spornberger. Davon nicht profitieren konnten FM Francesco Seresin und FM Max Spornberger, die sich auf Brett zwei ebenfalls remis trennten. Die Chancen, zur führenden Punktgruppe aufzusteigen, nutzten andere. Boris Begelman setzte dem Höhenflug von Martin Pichler ein Ende, und Leonardo Loiacono setzte sich gegen Alberto Perino durch.

Hinter dem führenden Trio, das aus Paltrinieri, Leonardo Laiacono und Begelman besteht, folgen acht Spieler mit einen halben Punkt weniger.

Mikhail Zuev hat sich im B-Open alleine an die Spitze gesetzt. Er gewann auch die vierte Runde und führt mit „weißer Weste“ das Teilnehmerfeld an.

Im C-Open hat Georg-Helmuth Gugler die Führung abgeben müssen. Er verlor gegen Tanja Donini, die jetzt mit Francesco Arato die Ranglistenspitze teilt. Im direkten Duell spielen die beiden um den Turniersieg.

  13. Bozner Open

E

 Paltrinieri vorne, Pichler überrascht weiter

A

04.02.2018  Nach drei Runden des A-Opens von Bozen hat sich FM Nicholas Paltrinieri vom Feld abgesetzt. Er führt als einziger Spieler mit einer „weißen Weste“ die Rangliste an.

2. Runde: 22 Spieler haben die erste Runde des A-Opens mit einem Sieg begonnen, folglich werden diese jetzt gegeneinander gepaart. Von diesen elf Begegnungen vier mit einer Punktteilung, wobei Martin Pichler mit dem Remis gegen Giuseppe Voltolini für das nächste beachtenswerte Resultat sorgte. Remis endeten auch die Partien Zuchelli gegen FM Max Spornberger, Billio gegen FM Seresin und De Vita gegen Lezzerini. Sieben Partien endeten mit einer Entscheidung, sodass jetzt FM Andre Spornberger, Leonardo und Antonio Loiacono, der frisch gebackene Trientner Landesmeister Alberto Perino, FM Nicholas Paltrinieri, Boris Begelmann und Davide Olivetti mit zwei Punkten vorne liegen.

3. Runde: Drei Runden sind jetzt gespielt. Nach dem Sieg mit den schwarzen Steinen gegen Davide Olivetti hat FM Nicholas Paltrinieri eine weiße Weste aufzuweisen. Die anderen Spieler aus der Spitzengruppe mussten Federn lassen: Antonio Loiacono verlor gegen FM Max Spornberger, FM Andre Spornberger gegen Leonardo Loiacono endete so wie  Alberto Perino gegen Boris Begelmann remis. Hinter FM Paltrinieri folgt nun eine siebenköpfige Gruppe mit je 2,5 Punkten, wobei einer nicht so recht hineinpassen will: Martin Pichler. Der Steinegger, die Nummer 46 der Setzliste, scheint sich bei diesem Turnier wie pudelwohl wie ein Fisch im Wasser zu fühlen und holte auf Kosten von Massimo Zucchelli den nächsten Punkt.

Im B-Open hat sich eine vierköpfige Spitzengruppe mit je drei Punkten gebildet, darunter der Meraner Mikhail Zuev und Alexander Benvenuto vom ASD Arci Scacchi.

Georg-Helmuth Gugler erfreut sich im erstmalig ausgerichteten C-Open an einer Soloführung. Auch er hat alle drei Partien gewonnen.

Ergebnisse, Paarungen und Tabellen

 

 

  13. Bozner Open

E

 Auftakt mit Überraschungen

A

03.02.2018  Gestern Nachmittag haben 47 Spieler den Kampf beim A-Turnier des 13. Bozner Opens aufgenommen. Im Starterfeld befinden sich fünf FM, darunter vier aus Südtirol. Angeführt wird die Setzliste von Andre Spornberger. Nicht alle favorisierten Spieler haben den gestrigen Auftakt mit heiler Haut überstanden.

Für FM Carlo Micheli beginnt das Turnier nach der ersten Runde praktisch bei Null. Der Sieger des Jahres 2016 büsste die Chancen auf einen Turniersieg mit einer Niederlage gegen  den für den ASD Arci Scacchi spielenden Gabriele Moser ein. Eine Überraschung gelang auch der SSB-Jugendkoordinatorin Carmen Lantschner. Die Steineggerin heimste den vollen Punkt auf Kosten ihres Vereinskollegen Stefan Engl ein. Ein anderer Steinegger sorgte ebenfalls für einen Aussenseitersieg. Er gab Reinhard Seebacher das Nachsehen.

Ergebnisse, Paarungen und Tabellen