Als Turnierausrichter genießen die Schachfreunde im Aostatal gewiss einen guten Ruf, ein Turnier mit fast 1000 Beteiligten muss man aber erst einmal unter einen Hut bringen. Aber auch dieser Herausforderung waren die Organisatoren der diesjährigen GSS-Finalrunde gewachsen. Pluspunkte bekamen sie für das Fingerspitzengefühl, das die Verantwortlichen gegenüber der rund 50-köpfigen Südtiroler Delegation bewiesen: Beim Einmarsch der beteiligten Mannschaften liefen die Spieler aus unserem Land nicht etwas unter "Alto Adige" ein, sondern unter "SÜDTIROL"... 

"Die Organisation war fast perfekt!" Nicht nur bei Peter Spornberger, der die Schüler der HOB Bozen zu diesem Turnier begleitete, auch bei den Beteiligten selbst hinterließen die drei Tage einen bleibenden Eindruck. Ihre Erlebnisse haben die Schüler der HOB Bozen in einem Beitrag geschildert, den sie eigens für die SSB-Homepage verfasst haben: 

 

"Schachbretter noch und nöcher"

Über das GSS-Finale berichten die Schüler der HOB Bozen

 

Treffpunkt für die 6-stündige Fahrt ins Aostatal war am 5. Mai um 8 Uhr morgens vor dem Hotel Alpi. Für eine Schule, die es leider nicht rechtzeitig zum Treffpunkt schaffte, ging die Reise wohl etwas überpünktlich los. Schlussendlich kamen wir dennoch alle vereint in Courmayeur an. Von unserem Hotel hatte man einen wunderbaren Ausblick auf den Mount Blanc, den wir leider zu selten genießen konnten.

 

Nach einer kurzen Pause startete man schon den Einzug zum Veranstaltungsort. Die Meisterschaft wurde in der Eishalle, die auch bei den olympischen Winterspielen benutzt wurde, ausgetragen. Der Eindruck, den wohl jeder von uns hatte, war gewaltig: Schachbretter noch und nöcher. Die Aufmerksamkeit, die Courmayeur diesem Event widmete, konnte man kaum übertreffen. Beinahe 1000 SchachspielerInnen mit Begleitpersonen mussten in dem Ferienort untergebracht werden, und für jeden von diesem war für Speis und Trank bestens gesorgt.

 

Noch am selben Abend begann man mit dem ersten Spiel. Unsere Mannschaft legte da einen Blitzstart hin und war abends auch dementsprechend gut gelaunt. Zur abendlichen Unterhaltung bot die Stadt, auch weil wir etwas außerhalb lagen, leider überhaupt nichts. Relativ gut ausgeschlafen hofften wir deshalb auch am Tag darauf auf weitere Siege, die leider ausblieben. Von den vier Spielen konnten wir nur ein Remis herausholen.

 

An diesem Abend war für uns nach einem Kinobesuch, Billardspiel, langem Fußmarsch nach Hause und kurzem Kartenspiel Bettruhe angesagt. Obwohl wir am nächsten morgen nicht unbedingt einen sonderlich frischen Eindruck machten, gelang es uns trotzdem an dem Erfolg vom ersten Tag anzuschließen.

 

Unsere Mannschaft beendete das Turnier leider aus taktisch unglücklich getroffenen Entscheidungen auf dem 24. Platz von 30. Nach dem Mittagessen fuhr der Bus alle Südtiroler Grund-, Mittel- und Oberschüler wieder sicher und gesund nach Bozen zurück.

 

Alles in allem war es ein großartiger, gut organisierter Ausflug und die Erfahrung, die wir dort machen konnten, wird wohl einzigartig bleiben.