Das Team vom FM Niccolò Casadio Partenopea Neapel, Brett 1 beim SC Gröden, war bis Runde 7 sogar auf Meisterschaftskurs, nachdem man die Vorrunde der Gruppe A mit 7 Punkten auf Rang 2 beendete. Erst im Halbfinale scheiterte man dann an Pedone Isolato aus Misilmeri (Sizilien) und beendete die Meisterschaft am Ende auf Rang 4. Casadio, der deshalb seinen Vorjahressieg bei der gleichzeitig stattfindenden 2. Sparkassen Trophy (im Titelbild) nicht verteidigen konnte, steuerte für seinen neuen Verein bei 8 Einsätzen 5 Punkte bei. Dabei kam es in Runde 2 zum Duell mit FM Fulvio Zamengo (Firenze Scacchi), Brett 1 beim heurigen SMM Meister Deutschnofen, das nach 30 Zügen mit einem Ausgleich endete.
Ebenfalls in der höchsten Liga halten konnte sich auch FM Nicholas Paltrinieri, der wie in den letzten Jahren für Arzachess aus Sardinien ins Rennen ging. Auch die Sarden konnten dabei mit dem Südtiroler zufrieden sein, holte er doch 5 Punkte in seinen insgesamt 9 Spielen. Runde 7 hatte dabei Gruppe B ein brisantes Südtiroler Duell zu bieten. Musste doch der in Kaltern aufgewachsene Paltrinieri mit den weißen Steinen ausgerechnet gegen den weiteren Kalterer IM Alexander Bertagnolli antreten. Dabei wurde ihm ein Damenausflug auf g4 im 30. Zug zum Verhängnis und er musste Bertagnolli den Punkt überlassen. Am Ende landete Arzachess Costa Smeralda auf Rang 9.
Allerdings nutzte Bertagnolli der Sieg gegen den ehemaligen Klubkameraden nicht viel, denn bereits nach Abschluss der Vorrunde in Gruppe B belegte sein Team CPS Master Palermo mit nur 3 Punkten den 12. und letzten Tabellenrang. Und auch in den beiden Play-off-Partien lief es nicht viel besser, sodass man am Ende auf Rang 21 landete. Bertagnolli kam dabei in seinen 9 Begegnungen auf einer Ausbeute von 4,5 Zählern. Damit müssen die Sizilianer zusammen mit MP Chessmate (Boghera), Dragone Master (Latina), dem früheren Team von Casadio Palmascacchi, Chieti und SS Novarese in die Serie A 1 absteigen.
Für Bertagnolli besteht aber immerhin auch noch die Option, im nächsten Jahr den Verein zu wechseln, um weiterhin in der höchsten italienischen Liga mitzumischen.
In der Lombardei waren auch noch gar einige Denksportler, die in der Südtiroler Mannschaftsmeisterschaft auf Punktejagd gingen, anwesend. Bei Pedone Isolato stand u.a. auch die ehemalige Nummer 1 in der SSB Eloliste IM Alberto Barp im Einsatz (4,5 Punkte aus 7). Die Sizilianer scheiterten erst im Finale am alten und neuen Meister Lazio Scacchi aus Rom, wo GM Lorenzo Lodici mit seinem Sieg gegen IM Gabriele Lumachi zum Matchwinner avancierte. Sie belegten Rang 2. Derzeit noch offiziell FM und bald IM Fulvio Zamengo, Brett 1 vom Landesmeister Deutschnofen, holte für Firenze Scacchi 4 Punkte in seinen 8 Einsätzen, was für das Team für Rang 5 reichte. Der für ARCI-Scacchi auf Brett 1 spielende FM Francesco Seresin stand hingegen im Aufgebot von AS Milano. Dank seiner 4,5 aus 7 landeten die Lombarden am Ende auf Rang 6. Ebenfalls auf einem Abstiegsplatz landete hingegen FM Valerio Luciani. Der Veroneser verstärkte in der 57. SMM den SC Gröden und konnte in seinen 5 Spielen 2 Punkte gutschreiben lassen, zu wenig, damit sich Chieti retten konnte.
Partien vom CIS sind unter folgendem Link zu finden: https://lichess.org/broadcast/italian-team-championship-2026--group-a/round-1/uzlbhyaf#boards. Ergebnisse hingegen unter: https://scacchisticapartenopea.org/risultati-e-classifiche-cis-2026
Als eine der letzten Entscheidungen in der heurigen Meisterschaft war wohl das Match um den Aufstieg in die Serie A 1 zwischen Vicenza 1 mit den beiden Deutschnofner Legionären Luigi Lain und Jacopo Gennari im Aufgebot, die sich am vergangenen Sonntag klar mit 3:1 gegen Palmascacchi Greens durchsetzen. Ausgefallen ist hingegen das ebenfalls vorgesehene Entscheidungsspiel zwischen UST Trient Blau mit dem Branzoller Alberto Perino am Spitzenbrett (4,5 aus 6) und E. Canal Venedig B in der Serie B, da die Turnierleitung beiden den Wechsel in die Serie A 2 erlaubte.