Und dabei stand erneut ein Südtiroler auch auf dem Siegerpodest. Das am Montagabend ausgetragene Blitzturnier konnte der Wipptaler Meisterkandidat Quentin Haller (im Titelbild) nach 9 Runden mit 7,5 Punkten für sich entscheiden. Damit bestätigte der Gewinner des Wochenendturniers Ende September in Chioggia erneut seine derzeitige gute Form und konnte als Setzlistenerster seine Favoritenrolle behaupten. Auch die Nummer zwei, Titelkollege Oleh Mykola Terletskyi vom ARCI-Scacchi, bestätigte seine Rangordnung und belegte mit seinen 7 Zählern Rang 2 und sorgte damit für einen Südtiroler Doppelerfolg.
Lange Zeit schaute es sogar nach einem weiteren Sieg für einen in Südtirol lebenden Römer aus. Meisterkandidat Gianni De Vita (ARCI-Scacchi) übernahm nämlich in Runde 4 mit seinem Schwarzsieg nach 34 Zügen im Seniorenturnier (Open B) gegen den Schachmeister und Elofavoriten Marco Ubezio aus Biella die Führung der 40 Anwesenden, die der Open B Sieger 2024 bis zur 7. und vorletzten Runde erfolgreich verteidigen konnte. Doch ausgerechnet in der letzten Begegnung wurde De Vita sozusagen mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Nach der Öffnung seines Königsflügels im 10. Zug durch g4 und dem anschließenden Bauerngewinn auf e5 geriet er in arge Bedrängnis und wurde anschließend nach mehreren taktischen Schlägen, sonst eigentlich seine Stärke, im 22. Zug zur Aufgabe gezwungen. Damit musste die Nummer 5 in der Setzliste De Vita dem Deutschen Peter Goldinger mit seinen 6 Punkten den Sieg überlassen und auch Ubezio zog mit derselben Punktezahl noch an den Römer vorbei. Seine Ausbeute von 5,5 Punkten reichte 2026 immerhin noch für das dritte Treppchen auf dem Siegerpodest, denn seinem Bezwinger Meisterkandidat Leonardo Giuseppe Fuggetta aus Turin gelang es zwar, sein Guthaben ebenfalls auf 5,5 zu schrauben, in der Feinwertung geriet er mit 5 Buchholzpunkten doch deutlich ins Hintertreffen.
Im A Open mit 204 Eingeschriebenen lagen nach den neun Begegnungen die beiden italienischen internationalen Meister Giulio Borgo und Duilio Colluttis mit je 7,5 Punkten in Front. Mit 49,5 Buchholzpunkten kürte die Feinwertung dann schließlich den IM aus Lecco Borgo zum Sieger.
Der erste in Südtirol ansässige Spieler findet sich mit seinen 5,5 Punkten auf Position 36. Meisterkandidat Oleh Mykola Terletskyi gehörte damit einer Gruppe von 21 Spielern von den Rängen 32 bis 52 mit derselben Punktezahl an, in der u.a. auch Vereins- und Titelkollege Alberto Perino (ebenfalls ARCI-Scacchi) auf 47 anzutreffen ist.
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