Die Revanche kam nach sieben Monaten. Haller diesmal vor Budyi.
Bereits im März dieses Jahres standen der...
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- Martin Kowalczyk
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Chess.Results.com Letzte Woche fand in Arco die 48 Auflage des internationalen Schachfestivals statt. Damit gehört es längst zu den langlebigsten Turnieren in Italien und ist auch weltweit sehr bekannt fanden sich doch im prunkvollen Saal des „Casinò di Arco“ fast 250 Denksportler aus 36 verschiedenen Ländern ein. Auch für gar manchen Südtiroler ist das Turnier in der Nähe des Gardasees längst eine gute Gelegenheit sich für die bald beginnende Meisterschaft sozusagen warm zu spielen.
Und dabei stand erneut ein Südtiroler auch auf dem Siegerpodest. Das am Montagabend ausgetragene Blitzturnier konnte der Wipptaler Meisterkandidat Quentin Haller (im Titelbild) nach 9 Runden mit 7,5 Punkten für sich entscheiden. Damit bestätigte der Gewinner des Wochenendturniers Ende September in Chioggia erneut seine derzeitige gute Form und konnte als Setzlisten Erster seine Favoritenrolle behaupten. Auch die Nummer zwei, Titelkollege Oleh Mykola Terletskyi vom ARCI-Scacchi bestätigte seine Rangordnung und belegte mit seinen 7 Zählern Rang 2 und sorgte damit für einen Südtiroler Doppelerfolg.
Lange Zeit schaute es sogar nach einem weiteren Sieg für einen in Südtirol lebenden Römer aus. Meisterkandidat Gianni De Vita (ARCI-Scacchi) übernahm nämlich in Runde 4 mit seinem Schwarzsieg nach 34 Zügen im Seniorenturnier (Open B) gegen den Schachmeister und Elofavorit Marco Ubezio aus Biella die Führung der 40 Anwesenden, die der Open B Sieger 2024 bis zur 7. und vorletzten Runde erfolgreich verteidigen konnte. Doch ausgerechnet in der letzten Begegnung wurde De Vita sozusagen mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Nach der Öffnung seines Königsflügels im 10. Zug durch g4 und dem anschließenden Bauerngewinn auf e5 geriet er in arger Bedrängnis und wurde anschließend nach mehreren taktischen Schlägen, sonst eigentlich seine Stärke, im 22. Zug zur Aufgabe gezwungen. Damit musste die Nummer 5 in der Setzliste De Vita dem Deutschen Peter Goldinger mit seinen 6 Punkten den Sieg überlassen und auch Ubezio zog mit derselben Punktezahl noch an den Römer vorbei. Seine Ausbeute von 5,5 Punkten reichten 2026 immerhin noch für das dritte Treppchen auf dem Siegerpodest, den seinem Bezwinger Meisterkandidat Leonardo Giuseppe Fuggetta aus Turin gelang es zwar sein Guthaben ebenfalls auf 5,5 zu schrauben, in der Feinwertung geriet er mit 5 Buchholzpunkten doch deutlich ins Hintertreffen.
Im A Open mit 204 Eingeschriebenen lagen nach den neun Begegnungen die beiden Italienischen internationalen Meister Giulio Borgo und Duilio Colluttis mit je 7,5 Punkten in Front. Mit 49,5 Buchholzpunkten kürte die Feinwertung dann schließlich dem IM aus Lecco Borgo zum Sieger.
Der ersten in Südtirol ansässigen Spieler finden sich mit seinen 5,5 Punkten auf Position 36. Meisterkandidat Oleh Mykola Terletskyi gehörte damit einer Gruppe von 21 Spielern von den Rängen 32 bis 52 mit derselben Punktezahl an in der u.a. auch Vereins-und Titelkollege Alberto Perino (Ebenfalls ARCI-Scacchi) auf 47 anzutreffen ist.
Alle Ergebnisse und viele Partien sind auf Chess-Results.com zu finden.
Stand 01.07.2026 - die aktuell 10 besten Schachspieler Südtirols auf einen Blick.
| Rang | Titel | Name | Verein | ELO |
| 1 | FM | Zamengo Fulvio | Deutschnofen | 2375 |
| 2 | FM | Seresin Francesco | ARCI Scacchi | 2335 |
| 3. | IM | Bertagnolli Alexander | Kaltern/Tramin | 2329 |
| 4 | FM | Dappiano Andrea | Deutschnofen | 2291 |
| 5 | - | Lain Luigi | Deutschnofen | 2288 |
| 6 | FM | Spornberger Maximilian | Team Sparkasse | 2273 |
| 7 | FM | Casadio Niccolò | Gröden | 2271 |
| 8 | FM | Paltrinieri Nicholas | Kaltern/Tramin | 2267 |
| 9 | FM | Schacher Gerd | Klausen | 2235 |
| 10 | FM | Olivetti Davide | ARCI Scacchi | 2208 |