Dabei ist zumindest was die Elozahlen (Wertung bei den Denksportlern) aussagen der Titelverteidiger Deutschnofen Alpengourmet mit den 13469 Punkten den die sechs gemeldeten Spieler mitbringen erneut erster Anwärter auf den Titelgewinn. Dahinter folgen Kaltern/Tramin (12763), Rekordmeister Gröden (12596), ARCI-Scacchi (12555) und J. Richter/LASK (12303). Am Ende entscheiden dann aber doch die tatsächlich anwesenden Akteure über den Ausgang des Spielergebnisses, denn nicht alle gemeldeten Spieler werden und können tatsächlich am Spieltisch Platz nehmen. So muss der Titelverteidiger aus dem Eggental z.B. wegen der Ansässigkeitsregelung zumindest auf einen der gemeldeten Stammspieler verzichten und auch der Rest kann wohl kaum immer auf alle seine stärkste Formation zählen.

Was die Spielerwechsel anbelangt, so hat sich diesmal nicht allzu viel getan. Prominente Wechsel lassen sich mit den beiden FIDE-Meistern Maximilian und Andre Spornberger die vom Team Sparkasse zu Deutschnofen wechselten und den beiden Nordtirolern Johannes Lerch und Philip Hengel die den B – Liga Aufsteiger Wipptal Chessclub ARCI verstärken und zuletzt bei Ehrenburg im Kader aufschienen an einer Hand abzählen.

Wird es nach über 8 Jahren in der 58. SMM wieder ein Prestigeduell zwischen zwei internationalen Meistern geben. Zuletzt war dies am 10 Februar 2018 in Runde 7 der Fall, als IM Alexander Bertagnolli mit den schwarzen Steinen seinen inzwischen verstorbenen Titelkollegen Federico Manca besiegte. In Runde 2 der 58. SMM am 14. November könnte es im Duell Kaltern/Tramin gegen Deutschnofen wieder soweit sein. Da ist es erneut IM Bertagnolli (im Titelbild) der wiederum mit den schwarzen Figuren auf den Ende September in Usbekischen Samarqand anlässlich der 46. Schacholympiade zum IM ernannten Fulvio Zameno treffen könnte. Zamengo ist übrigens wie auch Bertagnolli auch in der zweiten Österreichischen Bundesliga in den Kaderlisten vertreten. Der IM aus Marghera steht zusammen mit dem Teamkollegen in Deutschnofen FM Andrea Dappiano im Team Admira Villach im Kreis Mitte im Aufgebot, der Kalterer IM hingegen mit FM Francesco Seresin (ARCI-Scacchi) auf der Startliste von Kufstein/Wörgl.

Zum Saisonstart beherrschen hauptsächlich die internen Derbys der einzelnen Schachklubs im Lande das Geschehen, von denen es am 7. November gleich zehn geben wird. Darunter befinden sich gleich alle vier in der Gebietsliga C Süd. Außerdem sticht das Treffen in der B Liga zwischen den beiden A – Liga Absteiger Steinegg und Klausen ins Auge die ihr Match in Steinegg austragen müssen. Aber auch die höchste Liga A hat gleich zum Auftakt mit Deutschnofen gegen Merania eine durchaus interessante Begegnung auf Lager, treffen im Eggental doch Meister und Vize-Meister der abgelaufenen Saison aufeinander.

Für alle Neugierigen gibt es am späten Samstagabend bereits die Ergebnisse der ersten Runde im Internet unter: https://s3.chess-results.com/tnr1523865.aspx?lan=0&SNode=S0 zu erfahren.