Aufstiegsliga im Pfarrhof in vollem Gange.
Seit gestern kämpft ein Dutzend...
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- Martin Kowalczyk
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Im Bozner Pfarrhof (im Titelbild), wo üblicherweise die Kegler bemüht sind so viel wie möglich Kegel wegzufegen gingen vom 17. bis 19 April 12 Vierermannschaften ans Werk um so viele gegnerische Schachfiguren vom Brett zu entfernen mit dem Ziel, einen der drei Aufstiegsplätze in der kommenden Spielsaison 2027 in der Serie C zu ergattern. Südtirol war dabei mit sieben Vierermannschaften vertreten, das Trentino schickte hingegen deren fünf ins Rennen. Gleich zu Beginn kam es dabei zu einem interessanten Südtiroler Derby. Die „Variante di Merano I“ aus dem Burggrafenamt lies dabei dem Grödner Team Blau-Weiß-Grün keine Chance und verlies mit einem 3,5:0,5 Ergebnis den Turnierschauplatz. Favorit ARCI Spartaco holte sich zum Auftakt zwar 2,5 Brettpunkte, wegen eines Missgeschicks auf Brett 1 (nicht Anwesenheit eines Spielers) konnten die zwei Mannschaftspunkte aber de4swegen nicht gutgeschrieben. Im Spitzenspiel der Runde 2 trennten sich die Meraaer und ARCI mit einem 2:2 Unentschieden, womit die Vertretung Nettuno Gardolo A aus Trient die momentane alleinige Führung übernahm. Diese mussten die Trentiner jedoch nach Spiel 3 an ARCI Giovanna D’Arco abgeben, da das Spiel gegen ARCI Spartaco mit 1,5:2,5 verloren ging. Damit kam es in Runde 4 an der Spitze des Feldes zum internen Duell der beiden ARCI-Vertretungen, wo das stärkere Team Spartaco mit 3,5:0,5 klar die Oberhand behielt. Zum Abscluss kam es dann ganz vorne zu einem weiteren brisanten Südtiroler Derby. Die zu Beginn gescheiterten Grödner hatten sich mit drei Siegen wieder nach vorne gearbeitet und lagen damit wie Nettuno A mit 6 Punkten an der Tabellenspitze. Ihr Gegner ARC Spartaco hatte inzwischen wie die Meraner 5 Zähler auf ihrem Konto besaßen mit 1,5 Brettpunkten aber die deutlich besseren Aussichten als die Burggräfler. Allerdings musste da schon ein Sieg gegen Blau-Weiß-Grün her, um das angepeilte Ziel Klassenaufstieg zu erreichen. Die Zutaten für ein höchst spannendes und dramatisches Duell waren also angerichtet, denn nur eines der beiden Teams winkte der Weg in die Serie C. Den Grödnern reichte zwar schon ein Unentschieden zum Klassenaufstieg, aber sie gerieten durch den Sieg von Mario Tonin (ARCI) auf Brett 2 gegen Josef Demetz schon bald in Rückstand. Der junge Leonard Vozhzhov konnte mit seinem Ausgleich gegen Luca D’Ambrosio auf Brett 3 sein Team noch im Spiel halten, aber auf dem restlichen beiden Brettern verschlechterte sich die Position der Grödner mit dem andauernden Spielverlauf zunehmend. Als dann Alexander Benvenuto auf Brett 1 und Antonio Gasparro auf 4 ihrem Verein einen weiteren Punkt sichern konnten war das 3,5:0,5 Endergebnis um 18,40 Uhr fixiert und der Klassenaufstieg nach den Startschwierigkeiten dennoch letztlich in trockenen Tüchern und damit bereits der zweite in dieser Saison, nachdem man bereits im März in der Lombardei mit ARCI Sun Tzu den Sprung von der A 2 in die A 1 schaffte. Die beiden Aufstiegsplätze die dem Trentino vorbehalten waren sicherte mit 8 Punkten Turniersieger Nettuno A und UST-Evergreen aus Trient das mit seinen 6 Zählern in der Endabrechnung Platz 5 belegte. Alle Einzelergebnisse sind auf folgendem Link zu finden: https://s2.chess-results.com/tnr1379313.aspx?lan=0&SNode=S0
Stand 01.01.2025 - die aktuell 10 besten Schachspieler Südtirols auf einen Blick.
| Rang | Titel | Name | Verein | ELO |
| 1 | FM | Zamengo Fulvio | Deutschnofen | 2354 |
| 2 | IM | Bertagnolli Alexander | Kaltern/Tramin | 2337 |
| 3 | FM | Seresin Francesco | Arci Scacchi | 2322 |
| 4 | FM | Wohlfahrt Herbert | Ehrenburg | 2315 |
| 5 | FM | Dappiano Andrea | Deutschnofen | 2292 |
| 6 | FM | Paltrinieri Nicholas | Kaltern/Tramin | 2258 |
| 7 | - | Lain Luigi | Deutschnofen | 2254 |
| 8 | FM | Schacher Gerd | Klausen | 2253 |
| 9 | FM | Gatterer Florian | Ehrenburg | 2240 |
| 10 | FM | Casadio Niccolò | Gröden | 2229 |